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Schule wie früher II

Geschichte am eigenen Leib erleben - im historischen Klassenzimmer

Geschichte am eigenen Leib erleben – im historischen Klassenzimmer

 

 

 

Auch die Klassen 3a und 3b haben dem historischen Klassenzimmer einen Besuch abgestattet – und sich dafür sogar frisuren- und kleidungstechnisch ausgestattet.

 

 

 

 

 

Erst mal mit dem Vaterunser den Schulmorgen beginnen, dann das bekannte Lied „Maria breit den Mantel aus“ (für alle Textunsicheren zum Spicken: Liedtext in Sütterlin an der Schwingtafel) singen und die Verhaltensregeln trainieren: Das gestrenge Fräulein Becker gab nicht eher Ruhe, bis auch die letzte Schiefertafel lautlos und blitzschnell auf der Bank ruhte. Das Schönschreiben gelang den Schülern beim „i“  („rauf – runter – rauf – Pünkelchen drauf“) noch recht gut, während die Rechenkünste beim Arbeitsstundeneinsatz eines Ackerers kläglich versagten. Auch die Disziplin lag so manches Mal im Argen: Das korrekte Austreten aus der Bank, das Aufzeigen und Stillsitzen sowie die Ordnung und Sauberkeit (vor allem der Fingernägel) ließen oftmals zu wünschen übrig. Da musste so manches Mal auf den Tisch geschlagen oder am Ohr gezogen werden. Aber wenn selbst die Junglehrerinnen Frl. Leich und Frl. Konder in recht schamloser Weise (und das in Anwesenheit des Junglehrers Plaul) nicht nur den Knöchel, sondern auch das Knie unter dem Rock hervorschauen lassen, dann wundert es nicht, dass es um die Züchtigkeit und Disziplin der Schüler schlecht bestellt ist. Ihre Leibeserziehungs- und Schreibstunden konnten die beiden aber zugegebenermaßen zufriedenstellend durchführen…