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Präsidentin eröffnet erstes Inklusionsturnier in Schweich

Schirmherrin Dagmar Barzen während der Eröffnung

Schirmherrin Dagmar Barzen während der Eröffnung

 

 

Zum ersten inklusiven Fritz-Walter-Turnier in Rheinland-Pfalz luden die Grundschule am Bodenländchen Schweich und die Kommission für Inklusion des Fußballverbandes Rheinland ein. Schirmherrin und ADD-Präsidentin Dagmar Barzen eröffnete das vielbeachtete Turnier, und unter den Kindern grassierte das Fußball-Virus.

 

 

 

 

 

Stimmungsgarant Oliver Mager von der Fritz-Walter-Stiftung ließ die Kinder bereits vor dem offiziellen Start des Turnieres musikalisch hochkochen, und ADD-Präsidentin Dagmar Barzen sorgte schon seit drei Wochen für passendes Wetter – da konnte ja nichts mehr schiefgehen. Interessenten aus Politik, Verwaltung und Sport ließen es sich nicht nehmen, beim ersten inklusiven Fritz-Walter-Turnier unter dem Motto „60 Jahre Wunder von Bern“ dabeizusein. Die teilnehmenden Gastschulen (Don-Bosco-Schule Wiltingen, Treverer-Schule Trier, Levana-Schule Schweich und Meulenwald-Schule Schweich) kamen mit Fans angereist, sodass der Funke schnell übersprang. Die Schirmherrin trug nach der Begrüßung durch Schulleiterin Christina Steinmetz und Kooperationspartner Bernd Münchgesang (Fußballverband Rheinland) ihren Teil dazu bei, indem sie die Kinder darüber abstimmen ließ, ob sie lieber eine lange Rede hören oder Fußball spielen wollten. Das Ergebnis fiel recht eindeutig aus, und so konnte die schon als Mädchen fußballbegeisterte Präsidentin, die durch eine Begegnung mit der Fußballlegende Fritz Walter zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wurde, den Kindern schnell ihren Wunsch erfüllen: Sie eröffnete das Turnier durch den Einwurf der Bälle bzw. Anstoß in die beiden Turnierstätten.

Im Turnier bildeten dann jeweils acht Kinder eine Mannschaft, davon vier Grundschüler und vier Förderschüler. Ein Spiel dauerte acht Minuten, gezählt wurden die Tore für die Mannschaft in blau bzw. in gelb jedoch fortlaufend. Da jede Mannschaft mindestens ein Mal in einer der beiden Trikotfarben spielte, gehörten am Ende alle Kinder zur Siegermannschaft. Und das war die eigentliche Intension des Turniers: Alle sind Gewinner, wenn sie Spaß am Fußball haben, ganz unabhängig von der persönlichen Leistungsfähigkeit.

Die Spielpause der einzelnen Gruppen wurde genutzt, um in der Sporthalle das DFB-Schnupper-Abzeichen in bronze, silber oder gold zu erringen. Auch das glückte allen Teilnehmenden am Turnier, und es blieb noch genug Zeit übrig, um mit Oliver Mager begeistert den ein oder anderen Fußballsong einzustudieren. Die Kinder der 1b servierten derweil als „flying buffet“ kleine Häppchen, und der Förderverein spendierte dazu Kaffee für die Erwachsenen und Apfelsaftschorle sowie Bezeln für alle Turnierteilnehmer. Die von Edeka gespendeten Äpfel fanden ebenso reißenden Absatz, sodass sich die Kinder am Turnierende gestärkt und mit einem Fritz-Walter-T-Shirt versehen zum großen Finale auf dem Schulhof gemeinsam mit Musikus Oliver Mager noch einmal zu sängerischen und sportlichen Höhenflügen versammeln konnten. Alle Teilnehmerschulen erhielten eine Urkunde und einen Fußball, jedes Kind zudem eine persönliche Urkunde und ein DFB-Schnupper-Abzeichen. Auch die Gastgeberschule wurde bei der Siegerehrung durch Bernd Rieder, Vorsitzender der Fitz-Walter-Stiftung, und Alois Stroh, Vizepräsident des Fußballverbandes Rheinland, reich beschenkt. Den Scheck des Landkreises, so Schulleiterin Christina Steinmetz, werde man als Grundstock nehmen, um den Umzug des DFB-Minispielfeldes an den neuen Schulstandort zu finanzieren – dass das Spielfeld von enormer Wichtigkeit sei, habe man ja an diesem harmonischen Turniertag erkennen können. Vizepräsident Alois Stroh setzte noch eins drauf: Er wolle persönlich informiert werden, wenn der Umzug stattfindet, um selbst dabei unterstützen zu können. Ein herzlicher Dank ging am Ende an alle Kollegen, allen voran Sportlehrerin und Fußballerin Anna Stoffel, die vielen Eltern, die Stadt Schweich, den Fußballverband Rheinland sowie die Fritz-Walter-Stiftung und alle teilnehmenden, zuschauenden und servierenden Kinder, ohne die das Fußballfest nicht hätte stattfinden können. Und Alois Stroh fand das passende Schlusswort dabei: Wenn es gar nichts Besonderes mehr ist, dass behinderte und nicht-behinderte Kinder oder Erwachsene miteinander ein Fußballturnier bestreiten, erst dann können wir von einem echten Inklusionsturnier sprechen. Wir hoffen, dass es schon bald soweit ist!

Ach ja: Und wer hat jetzt eigentlich gewonnen? Ich glaube, blau, mit ungefähr 178 zu 145 Toren. Aber das ist ja auch eigentlich egal.

 

Folgende Ehrengäste wurden beim Turnier begrüßt und zeigten großes Interesse:

Vom Fußballverband Rheinland: Walter Desch (Präsident), Alois Stroh (Vizepräsident), Josef Hens (Ehrenmitglied)

Vom Sportkreis Trier-Saarburg: Felix Jäger (Vorsitzender), Bernd Marx (Abteilung Fußball)

Von der ADD: Dagmar Barzen (Präsidentin), Ursula Hengels (Schulrätin), Birgit Feilen und Stefan Kölsch (Sportfachreferenten)

Aus der Politik: Helmut Reis (Kreisbeigeordneter), Katarina Barley (MdB), Christiane Horsch (Verbandsgemeindebürgermeisterin), Otmar Rößler (Stadtbürgermeister)

Auch die Levana-Schule berichtet auf ihrer Homepage vom Turnier!

Pressestimmen:

Trierischer Volksfreund Inklusionsturnier

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