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Ein großer Tag für die Kleinen

Szene aus dem Musical

Szene aus dem Musical im Silvanussaal

 

 

Am Freitag, den 11.Juli 2014, rollten drei beladene Busse mit aufgeregten Grundschülern von Schweich nach Fell, um dort gemeinsam mit Kindern des Kindergartens St. Martin in Fell das Musical „Der kleine Tag“ von Rolf Zuckowski zu sehen.

 

 

 

 

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Rektorin der Feller Grundschule, Frau Gabriele Hoffmann, zeigten die Grundschüler aus Fell eine fabelhafte Darstellung. Im Nu sangen sich die kleinen Schauspieler zur Orginalmusik mit aufwendig vorbereiteten Requisiten und Kostümen in die Herzen der Besucher. Gebannt verfolgten die Zuschauer, wie die Schauspieler gekonnt in die jeweilige Rollen schlüpften.

Das Stück handelt von den einzelnen Tagen im Jahr, die von den Kindern verkörpert werden. Sie leben hinter den Sternen. Jeden Tag kommt einer von ihnen hinunter auf die Erde. Das darf jeder Tag nur einmal. Auf der Erde erleben die Sterne die unterschiedlichsten Dinge, Krieg, Frieden, Erfindungen usw. Der „kleine Tag“ möchte auch endlich auf die Erde herab und ein ganz besonderer Tag werden, denn nur die ganz besonderen Tage dürfen bei der allabendlichen Versammlung der Tage in der ersten Reihe sitzen. Doch für seinen Besuch auf der Erde ist erst der 23. April des folgenden Jahres vorgesehen. Während er die Tage im Lichtreich ungeduldig mit Umherstreifen verbringt, trifft er den „geheimnisvollen Tag“. Dieser sitzt zwar in der ersten Reihe, kann sich aber nicht entscheiden, ob er ein guter oder ein schlechter Tag war, da an seinem Tag die Linse erfunden wurde, der die Menschen viele hervorragende Erfindungen verdanken, jedoch auch die des Zielfernrohres, womit sich die Menschen bekriegen. Dem „kleinen Tag“ versucht er zu erklären, dass es nicht wichtig ist, in die erste Reihe zu kommen, sondern dass es nur darauf ankommt, man selbst zu sein.

Endlich, nach langem Warten, darf der „kleine Tag“ durch ein Sternenloch auf die Welt der Menschen reisen und erlebt dort viele Alltagssituationen, wie Familien, die umziehen, Kinder, die Geburtstag feiern, lustige Schüler in der Schule oder zwei alte Menschen, die sich nach 50 Jahren zufällig wieder sehen, einen Sohn und dessen Vater, die sich miteinander vertragen oder ein Pärchen, das verliebt im Park umher tollt. Und er freut sich immer wieder, wenn er sieht, dass die Menschen an seinem Tag glücklich sind.

Nach seiner Rückkehr zu den anderen Tagen ist er total begeistert und erzählt seine Erlebnisse in der großen Festrunde. Leider aber finden die anderen Tage nicht, dass er ein toller Tag war, weil ja nichts Besonderes passiert ist. Er muss ab sofort beim Festmahl in der letzten Reihe sitzen. Der „kleine Tag“ ist sehr traurig und verständnislos, selbst die Versuche des „geheimnisvollen Tages“ ihn aufzumuntern, helfen nicht.

Ein Jahr vergeht bis zum nächsten 23. April.

Als der dafür zuständige Tag von seiner Reise zurückkommt, erzählt er von großen Festen überall auf der Erde und dass die Menschen den 23. April mit Tänzen und Gesängen feiern würden. Die anderen Tage sind voller Bewunderung für den Erzähler, bis dieser erklärt, dass nicht er der Auslöser für die Feste sei, sondern dass die Menschen feiern würden, weil im vergangenen Jahr am 23. April auf der Erde überhaupt nichts Schlimmes geschehen ist, keine Kriege, keine Katastrophen, keine Hungersnöte. Es war der Tag des Friedens und der Versöhnung.

So hat sich der „kleine Tag“ im Nachhinein als etwas ganz Besonderes herausgestellt. Ab sofort wird er von den anderen Tagen mit großem Respekt bedacht und darf nun selbstverständlich bei den abendlichen Zusammenkünften in der ersten Reihe sitzen.

Das war ein gelungene Aufführung! Vielen Dank an die Grundschule in Fell.