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Genuss in Rheinkultur – Tag 2: Mit qualmenden Socken der Germania entgegen

Belohnung nach einem anstrengenden und erlebnisreichenTag: Würstchen für alle!

Belohnung nach einem erlebnisreichen Tag: Würstchen für alle!

 

 

 

Die Sonne strahlte mit uns um die Wette, als wir gleich nach dem Frühstück den Abstieg hinunter nach Bacharach begannen. 10 Stunden „Rheintour-Rallye“ lautete das Programm, doch wer dachte, es stünde ein Wander-Marathon bevor, der irrte gewaltig!

 

 

 

 

So ging es in Bacharach zunächst mit dem Zug ein kleines Stück rheinaufwärts nach Trechtingshausen. Nach einer kurzen Wanderstrecke erreichten wir unser erstes Ziel: Die Burg Rheinstein. Im Rahmen der Rallye galt es Fragen zu beantworten, die genaues Hinsehen, Zählen und Erfragen nötig machten. Mit vereinten Kräften fanden wir nicht nur alte Ritterrüstungen, sondern sogar eine echte Gruftmit alten Särgen! Vom Turm war auch schon unser nächstes Ziel zu sehen: Assmanshausen auf der anderen Rheinseite.

Auf der anderen Rheinseite? Richtig! Zunächst ging es nämlich mit der extra für unsere Schule bestellten Fähre flugs hinüber auf die rechtsrheinische Seite. Was uns dort erwartete, war für alle ein Erlebnis: Mit dem Sessellift ging es hoch hinauf in den Niederwald. Hut ab vor allen Kindern, die an dieser Stelle ihre Höhenangst überwanden! Der Gesichtsausdruck bei der Ankunft oben war wesentlich entspannter als der einige Minuten zuvor in der Talstation…

Nun war endlich Zeit für eine ausgiebige Pause. Während die Lehrer erst einmal leicht ermattet ins Gras sanken, tobten die meisten Kinder sich richtig aus. Damwild füttern, Ballspiele und Lunchpakete vernichten standen hoch im Kurs.

Zu Fuß ging es weiter, allen mittlerweile qualmenden Socken zum Trotz. Einige tolle Aussichtspunkte verkürzten uns die Wanderzeit auf dem Rheinsteig, bis wir nach einiger Zeit das Niederwalddenkmal erreichten. Hoch über Rüdesheim und Bingen erinnert das Monument an die Einigung Deutschlands im Jahre 1871. Eine tolle Aussicht und vor allem ein kühles Lüftchen belohnten uns fürs Durchhalten.

Ein Jubelschrei ging durch die Klassen, als die Rüdesheimer Seilbahn angesteuert wurde. Angst hatte mittlerweile niemand mehr – im Gegenteil! Die Abfahrt ins Tal war eine Wucht, das anschließende Eis quasi Pflicht. Wer denkt, nun sei der Tag schon mächtig ausgefüllt gewesen, der irrt erneut. Nein, wir mussten ja noch den Rückweg bewerkstelligen. Und als Partnerschule des Sports wird nicht so schnell gemeckert…. Also legten wir spontan einen kleinen Spaziergang durch Rüdesheim ein, immer auf der Suche nach einem geeigneten Spielplatz. Den fanden wir schließlich auch – doch kaum angekommen, blies Frau Roths bereits zum Aufbruch, denn die Fähre würde diesmal nicht auf uns warten. Fähre, Fußmarsch, Bahn und Felsenpfad – Burg Stahleck hatte uns wieder. Und während die einen noch immer Kraft genug hatten, um den Burghof unsicher zu machen, warteten die anderen ungeduldig auf das Abendessen. Gut, dass wir Thomas dabei hatten….unter bewundernden Blicke grillte er, was das Zeug hielt. Die Lehrer staunten nicht schlecht, wie viele Würstchen und Salatportionen in Windeseile verdrückt waren.

Nach der Dusche und mit dem Anpfiff des Bayernspiels setzte aber dann doch langsam die Müdigkeit ein. Noch hielt man sich mit Fachsimpeln und Nachos mit Dip senkrecht, doch nach der 1. Halbzeit winkte dann die verdiente Nachtruhe. Dieses Mal staunte kein Lehrer mehr, sondern zufriedenes Lächeln breitete sich auf den Gesichtern aus, als tatsächlich um 22 Uhr die Lichter ausgingen… und blieben.